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HDV fordert Planungssicherheit: Entlassungs- und Insolvenzwelle bei Wieder-Anhebung

HDV-Vorsitzender Alexander Aisenbrey warnt eindringlich vor Rückkehr zum unfairen Wettbewerb

Bad Honnef: Die Debatte zur Wieder-Anhebung des Mehrwertsteuersatzes im Hotelgewerbe führt bei der Hoteldirektorenvereinigung Deutschland e.V. (HDV) zu ernsthafter Besorgnis. Grund: Zahlreiche Betriebe haben die freigewordenen Gelder bereits in Neueinstellungen, Renovierungen und Neuanschaffungen investiert. HDV-Präsident Alexander Aisenbrey fordert die Bundesregierung vor der Klausur am Wochenende zur Einhaltung von Verträgen und zur Gewährung von Planungssicherheit auf.

 

Die zu Jahresbeginn in Kraft getretene Absenkung der Mehrwertsteuer für Hoteliers zeigte schnell ihre positive Wirkung. Laut einer Umfrage des Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA gab jedes dritte Haus die Steuererleichterung direkt an den Gast weiter und senkte die Übernachtungspreise um durchschnittlich 6,5 Prozent. „Darüber hinaus haben viele Betriebe kräftig in Renovierungsmaßnahmen und Neuanschaffungen investiert, neues Personal eingestellt und zusätzliche Ausbildungsstellen geschafffen. All das ist geschehen, weil wir auf die Regierung und den bestehenden Koalitionsvertrag vertraut haben,“ erklärt HDV-Präsident Alexander Aisenbrey. „Doch bereits die Debatte über eine erneute Anhebung der Mehrwertsteuer sorgt für breite Verunsicherung innerhalb der Branche. Zahlreiche Angestellte fürchten um ihren Arbeitsplatz.“


Gerade ländliche Gegenden, in denen die Hotellerie imagebildend für die gesamte Region wirkt und zugleich den Kern der regionalen Wirtschaftskraft ausmacht, hätten massiv unter einer Kehrtwende zu leiden. „Die Planungen für 2010 sind bereits abgeschlossen, die Aufträge sind vergeben. Wer in dieser Situation plötzlich die Steuer um zwölf Prozentpunkte anhebt, bringt grade mutige und investitionsfreudige Hoteliers und ihre Mitarbeiter in ernsthafte Schwierigkeiten“, so Aisenbrey. Besonders prekär sei die Lage in grenznahen Gebieten, da z. B. in Frankreich (5,5 Prozent) und Österreich (10 Prozent) nach wie vor reduzierte Mehrwertsteuersätze gelten würden. „Ich warne eindringlich vor der erneuten Rückkehr zum unfairen Wettbewerb im Hotelgewerbe und fordere die Regierung dazu auf, den Koalitionsvertrag einzuhalten und für Planungssicherheit zu sorgen.

 

Hintergrundinformationen zur HDV

Die 1981 gegründete Hoteldirektorenvereinigung Deutschland e.V. (HDV) bündelt die fachlichen Kompetenzen führender Hoteliers. Derzeit engagieren sich 142 ordentliche Mitglieder und 46 Fördermitglieder aus allen relevanten Sparten der Zulieferindustrien. Der geschätzte Jahresnettoumsatz der ordentlichen Mitglieder beläuft sich auf deutlich mehr als 2 Mrd. Euro, die in rund 350 Häusern mit mehr als 40.000 Zimmern und etwa 20.000 Mitarbeitern erwirtschaftet werden. Die Vereinigung mit Sitz in Bad Honnef dient als Interessenvertretung und Dialogplattform der deutschen Top-Hotellerie. Die HDV versteht sich als parteipolitisch und konfessionell neutral. Zu den Aufgaben gehören auch die Aus- und Weiterbildung sowie die Förderung des fachwissenschaftlichen Nachwuchses. So lobt der Verband, in Zusammenarbeit mit den Firmen Micros-Fidelio und progros, jährlich den anspruchsvollen Wettbewerb HDV-Wissenschaftspreis Hotellerie aus. Neue ordentliche HDV-Mitglieder müssen im Minimum mehr als 2 Mio. Euro Nettoumsatz, drei Sterne sowie mehr als 100 Zimmer nachweisen können.

 

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