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Rechtstipp von Spirit Legal LLP für die HDV, heute zum Thema: Werbung im Internet

Stuttgart, den 06. Mai 2015. Werbung ist unerlässlicher Bestandteil der Vertriebskonzepte von Hotels. Um die Bekanntheit eines Hotels und damit die Buchungszahlen zu steigern gibt es die verschiedensten Ansätze. Allen gemein ist jedoch, dass gut funktionierende Werbung nicht immer rechtskonform ist und rechtskonforme Werbung nicht immer gut funktioniert. In diesem Spannungsfeld zwischen Wirkung und Erlaubtem bewegen sich Werbetreibende und Rechtsanwälte.

Das Internet vereint die Werbebemühungen verschiedener Wettbewerber (Hotels, Vermittler, Online-Reiseagenturen etc.) und gewinnt deshalb weiterhin an Einfluss. Aus diesem Grund sind bezahlte Werbeanzeigen im Internet ein hart umkämpfter Markt. Nicht wenige der dort geschalteten Werbeanzeigen sind jedoch rechtswidrig; So zum Beispiel die beiden nachfolgenden Gestaltungen:

Beliebt ist die Werbung mit „Bestpreisen“, mit der insbesondere Online Hotelvermittler gerne werben. Eine solche Werbeaussage ist aber nur dann erlaubt, wenn sie zutrifft. Dies ist dann der Fall wenn tatsächlich der günstigste Preis für das beworbene Hotel verfügbar ist. Zulässig ist die Werbung mit „Bestpreisen“ aber auch dann, wenn man zwar zuerst nicht den günstigsten Preis anbietet, Gästen aber anbietet die Differenz zu einem günstigeren Angebot zu erstatten (Geld-zurück-Garantie).

Beliebt aber ebenfalls rechtswidrig ist die Werbung mit der Angabe von prozentualen Preisnachlässen, wenn dabei nicht darauf hingewiesen wird, auf welche Bezugsgröße sich diese Preisersparnis bezieht. So ist die Angabe „Hotel X -95%“ rechtswidrig, da ein Verbraucher nicht erkennen kann, ob es sich um ein gutes Angebot handelt oder nicht. Ihm fehlt schlicht die für einen Vergleich notwendige Bezugsgröße. Zulässig wäre z.B. die Angabe „Hotel X -95% auf den Tagespreis des Hotels“, wenn dies denn zutrifft.

Hat man als Hotelier eine entsprechende Werbeanzeige entdeckt und möchte dagegen vorgehen, bietet es sich an mit Hilfe spezialisierter Rechtsanwälte vorzugehen und so das Abfangen von Kunden zu unterbinden.

Informationen zum Autor:

-          Peter Hense ist Partner bei SPIRIT LEGAL LLP und berät bekannte nationale und internationale Unternehmen der Travel und Hospitality Industry im Bereich Distribution, Wettbewerbs- und Datenschutzrecht.

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