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Der Beste - Benedikt Rudolph im Portrait

Stuttgart, den 09. Juli 2015. Bei der HDV-Frühjahrstagung ging der smarte Wahlberliner als Sieger im Finale des Deutschen Hotelnachwuchs-Preises hervor. Seitdem gab es im Leben von Benedikt Rudolph eine Vielzahl interessanter Veränderungen.

 Dunkler Businessanzug, strahlendes Lächeln – so begrüßt uns Benedikt Rudolph in seinem Wirkungskreis, dem Hotel InterContinental in Berlin. Seit  fünf Jahren ist der gebürtige Görlitzer hier beschäftigt, zuerst als Restaurant & Roomservice Manager, dann als F&B-Manager. Am 1. April diesen Jahres, also vier Tage nach der Preisverleihung, kletterte er die Karriereleiter weiter nach oben und wurde zum  Wirtschaftsdirektor befördert. „Vielleicht hat der Preis unterstützend gewirkt“, grinst Benedikt Rudolph. Vielleicht auch nicht, wer kann das jetzt schon noch sagen. „Auf jeden Fall finde ich den DHNP toll und es ist wichtig, jungen Nachwuchskräften die Chance zu geben, sich national vorzustellen.“ Diese Chance habe ihm in jedem Fall sein Hoteldirektor Robert Herr gegeben, der offensichtlich so große Stücke auf ihn hält, dass er ihn für den Nachwuchspreis angemeldet hatte. „Herzlichen Glückwunsch, Herr Rudolph, Sie sind eine Runde weiter“ – mit diesen Worten habe er die Bewerbungsunterlagen bekommen, ein Motivationsschreiben erstellt und sich später für das Finale qualifiziert. „Natürlich will man gewinnen, aber wirklich gerechnet habe ich nicht damit. Schließlich waren die beiden Mitbewerberinnen sehr beeindruckend. Außerdem weiß man ja nie, wie die Konkurrenz oder man selbst auf der Bühne performed und ob die Jury, immerhin alles versierte Hoteldirektoren, das dreiminütige Referat beurteilen. Überhaupt hätte ich nie gedacht, dass wir als Finalisten so im Mittelpunkt stehen und sozusagen das Highlight der Tagung waren“, erinnert sich Benedikt Rudolph. „Es war alles sehr spannend, für mich sogar im doppelten Sinne, denn die Geburt meiner zweiten Tochter stand bevor und so hatte ich gar keine Muße, Lampenfieber zu haben, weil ich jeden Augenblick damit rechnen musste, einen Anruf zu bekommen, dass ich sofort nach Berlin zurück muss.“

 Job, Familie, Studium

Der neue Rudolph-Spross hat den Papa aber erst mal gewinnen lassen und ist am 3. April auf die Welt gekommen. Nun darf der Familienvater seine jetzt drei „Frauen“ kulinarisch verwöhnen – denn auch zu Hause ist er für die Verpflegung  zuständig. „Ich koche leidenschaftlich gerne, tüftele an neuen Gerichten herum und genieße dann bei einem guten Glas Wein das Essen. Das ist für mich Entspannung pur.“ Gerade Letzteres kann der 31-Jährige nicht sehr oft genießen. 
Aber der Morgen – gefüllt mit dem gemeinsamen Frühstück und damit, die Tochter in den Kindergarten zu bringen – gehört der Familie und am Wochenende ist generell „Papa-Zeit“. Der Vorteil eines Business-Hotels ist es, dass die Kernarbeitszeit an den normalen Wochentagen, und nicht am Wochenende, ist. Trotzdem muss auch noch Zeit für ein Fernstudium zum Hotelbetriebswirt gefunden werden und die Sommerkurse in Cornell – der Preis für den DHNP-Sieger. „Am 27.6. geht’s los, bis zum 6. Juli. Ich freue mich schon sehr darauf und bin gespannt, was mich erwartet. Auf jeden Fall wird es mir im weiteren Berufsleben helfen und auch in meiner Vita wird es keinen schlechten Eindruck machen“, lächelt Benedikt Rudolph. 
Generell sei er sehr gerne in den USA, habe auch glücklicherweise die Gelegenheit gehabt, zwei Jahre in Miami zu arbeiten. Für ihn ist das ein Meilenstein in seiner Karriere. Auch Neuseeland oder Australien würden ihn reizen, hauptsächlich wegen der Atmosphäre und des positiven Lebensgefühls dort. Doch das sind noch weit entfernte Möglichkeiten. Jetzt will der frisch gebackene Wirtschaftsdirektor sich voll und ganz in seine Aufgaben im InterConti stürzen.

Chef von 180 Mitarbeitern

„Wir entwickeln Strategien zur Wirtschaftlichkeit und Ideen für das ,Restaurant der Zukunft‘. Im Veranstaltungsbereich arbeiten wir an Konzepten für das neue „Hugos“-Facelift, bereiten den nächsten VBKI-Ball und weitere Events vor. Eine Arbeit, die sehr aufregend und kreativ ist und viel Spaß macht“, so Rudolph. Aus diesem Grunde hoffe er auch, noch lange hier bleiben zu dürfen. Nicht nur, weil er sich in Berlin wohlfühle, sondern weil er auch die Früchte seiner Arbeit ernten möchte. Dass er schon fünf Jahre hier sei, würde auf jeden Fall für dieses Haus sprechen. „Ich arbeite gerne hier, wo man von Vorgesetzten gefördert und motiviert und sogar heimlich für den Nachwuchspreis angemeldet wird“, erzählt der Senkrechtstarter lachend. Die Urkunde hängt übrigens im häuslichen Flur, um ihn an das Erreichte zu erinnern. Manchmal denkt er auch daran, dass er beinahe einen ganz anderen Weg eingeschlagen hätte: „Ich habe als Jugendlicher in meiner Heimatstadt Görlitz Theater gespielt und im Kinderchor gesungen. Eigentlich wollte ich gern im Theater arbeiten, aber dann habe ich in der neunten Klasse ein Praktikum in einem kleinen französischen Restaurant gemacht und meine Liebe zum Wein, anregenden Gästegesprächen und  zur Gastronomie entdeckt und so eine Ausbildung im Hotelfach begonnen.“

Autorin Martina Reckermann, TMM

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