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Generationenwandel zentrales Thema der Herbsttagung

Stuttgart, 11. November 2015 – Die Hoteldirektorenvereinigung Deutschland (HDV) wird bei dem Gütesiegel „Exzellente Ausbildung“ mit dem Dehoga Hamburg und dem Dehoga Baden-Württemberg kooperieren. Dies hat Jürgen Gangl ,1. Vorsitzender der HDV und Direktor des Park Inn in Berlin, bei der Herbsttagung  des Verbands im Pullman Cologne Hotel bekannt gegeben. „Wir können nur über hohe Qualität etwas bewegen“, sagte Gangl.

Das Feedback der Auszubildenden sei positiv: Sie fühlten sich erstmals beachtet und wertgeschätzt, bekämen eine Ausbildung nach Plan und wüssten das Patensystem zu schätzen, berichtete Sorosh Hatami von der Prüforganisation DEKRA.  

Ganz im Zeichen der jungen Generation stand auch das Programm der Herbsttagung. So ging es in Vorträgen und einer Podiumsdiskussion um die „Generation Y“, die zwischen 1990 und 2000 Geborenen, die ganz andere Vorstellungen von Arbeit und Leben hat als die Generationen vor ihr.

Generation Y

Für die Generation seiner Eltern, so der Student und Jungunternehmer Philipp Riederle, habe Geldverdienen an erster Stelle gestanden. Für die Generation Y hingegen gehe es vor allem um die Sinnhaftigkeit der Arbeit, um Selbstverwirklichung. Ein Befund, den auch Prof. Christian Buer in seinem Vortrag präsentierte: Geld sei für die jungen Leute lediglich ein Instrument zur Selbstentfaltung, was Spaß haben einschließe. Wobei Spaß und Privatleben auch schon für andere Generationen eine Rolle  spielten – nach einem langen Arbeitstag, wie Albert Darboven, Jahrgang 1936, bestätigte.

Dass die der Generation Y zugeschriebenen Motive „Spaß haben, Beruf und Familie unter einen Hut bringen“ nicht im Widerspruch zum Leistungsprinzip stehen, glaubt der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach; „Leistung und Freude am Beruf schließen sich nicht aus.“ Als Arbeitgeber müsse man den Mitarbeitern aber auch entgegen kommen und Konzessionen machen.

Gerade das vermisst die junge Generation oftmals, vor allem im Gastgewerbe, meinte Riederle. Wer die jungen Leute schlecht behandle, dürfe sich nicht wundern, wenn sie es an nötigem Respekt und Zuverlässigkeit fehlen ließen: „Wie man es in den Wald ruft, so schallt es heraus.“ Seine Generation erwarte partnerschaftliche Zusammenarbeit, Feedback auf Augenhöhe, Autorität, die auf Substanz, nicht auf Status gründe sowie eine Integration der Arbeit ins Leben. Das schließe durchaus ein, auch länger zu arbeiten, aber auch mal kürzer.

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