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HDV begrüßt Ausbildungs-Initiative der Bundeskanzlerin

Die Hoteldirektorenvereinigung Deutschland (HDV) befürwortet die Aufforderung von Kanzlerin Angela Merkel, die berufliche Ausbildung aufzuwerten. Merkel hatte sich beim DEHOGA-Branchentag in Berlin gegen die von der OECD propagierte Akademisierung als dem einzig entscheidenden  Bildungsweg ausgesprochen. Für Jürgen Gangl, 1. Vorsitzender der HDV und Direktor des Hotels Park Inn Berlin, haben beide Bildungswege ihre Berechtigung. Dabei komme der fundierten beruflichen Ausbildung im Wettkampf um Fachkräfte eine besondere Bedeutung zu.
Hier seien vor allem die Ausbildungsbetriebe gefordert, unter denen sich leider auch minder qualifizierte befänden. Doch nur eine gute Ausbildung in einem guten Ausbildungsbetrieb führe zu einer Aufwertung der beruflichen Bildung. Diesem Ziel diene das vom HDV aufgelegte Gütesiegel „Exzellente Ausbildung“, eine begrüßenswerte Bemühung in Sachen Ausbildung, wie die Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke, in Berlin sagte. Mit dem Siegel sind bereits rund 30 Häuser zertifiziert worden, darunter privat geführte Familien- und international agierende Businesshotels.
Laut Gangl sind schlechte Ausbildungsbetriebe und andere „schwarze Schafe“ der Branche dafür verantwortlich, dass das Gastgewerbe in der Öffentlichkeit und damit auch in der Politik zum Teil negativ wahrgenommen werde. So stimmt Gangl dem von der Bundeskanzlerin in Berlin angemahnten Zusammenhang von Fachkräftesicherung und Entlohnung zu. Doch der von Merkel  angeführte Koch aus Rügen, der am Ende des Monats zum Arbeitsamt gehen müsse, um sein Auskommen aufzustocken, sei nicht der Normalfall. „In seriösen Häusern werden gute Fachkräfte auch gut bezahlt“, so der HDV-Vorsitzende.
Der HDV hätte sich vom Branchentag gewünscht, dass der kritischen Befragung der Polit-Prominenz mehr Raum gegeben worden wäre; dass anstelle von Show-Act, Kreuzfahrt-Präsentation und Luxusmarkt-Talk die ausführliche Debatte dringlicher Themen wie Fachkräfte- und Azubi-Mangel auf dem Programm gestanden hätte. Kurzum: Weniger Selbstbeweihräucherung, mehr Kontoverse und Lösungssuche.  

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